
11.11.21 –
n der Sitzung am 28. Oktober befasste sich der Gemeinderat mit der dringend notwendigen Modernisierung des Regenüberlaufbeckens in der Auestraße in Rettigheim. Die Modernisierung wurde mehrheitlich beschlossen.
Das Planungsbüro Willaredt stellte ein technisch sehr sorgfältig ausgearbeitetes Konzept vor, das sicherlich den minimalen umweltfachlichen Anforderungen genügt und sowohl die Reinigungsleistung der Anlage verbessert als auch die Schmutzfracht in den Hengstbach reduziert.
Dieser Vorschlag ist zwar deutlich kostengünstiger als eine Erweiterung des Auffangbeckens und eine Erhöhung der Drosselwassermenge. Allerdings, so betonte Gemeinderat Bernhard Drabant von den Grünen, ist auch das modernisierte Becken bei Starkregen in wenigen Minuten gefüllt und danach fließt das überschüssige Abwasser mehr oder weniger direkt in den Hengstbach. Dabei werden die zu erwartenden sichtbaren Verschmutzungen des Baches beispielsweise durch Toilettenpapier durch die modernen Filteranlagen etwas reduziert, allerdings werden die Schwebeanteile und insbesondere die löslichen Schadstoffe trotzdem weiterhin in das Gewässer geleitet.
Fazit: Das Rettigheimer Überlaufbecken wird nicht vollumfänglich modernisiert werden, aber im vorgegebenen Kostenrahmen stellt das vorgeschlagene Konzept einen akzeptablen Kompromiss dar. Dieser ist jedoch immer noch recht weit von einer optimalen Lösung entfernt. Denn angesichts von häufiger und heftiger auftretenden Starkregenereignissen im Zuge des Klimawandels wird wohl auch in Zukunft mit regelmäßigen Abwassereinflutungen in den Hengstbach zu rechnen sein.
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2021 | Bauen & Planen | Gemeinderat | Klima | Umwelt
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