
09.10.25 –
In unserem Programm sprechen wir von B'90/Die Grünen uns für eine naturschonende Bau- und Siedlungspolitik und für mehr grüne Orte aus. Das nicht ohne Grund: Durch immer höhere Temperaturen im Sommer und immer extremere Wetterereignisse mit heftigeren Regenfällen wird es immer wichtiger, die Versiegelung der Flächen zu begrenzen. Dort wo es möglich und sinnvoll ist, sollten versiegelte Flächen auch geöffnet werden können. Damit kann Wasser besser versickern, was die Kanalisation entlastet, und ein Kühlungseffekt im Sommer tritt ein.
Eine Möglichkeit zur Verbesserung wurde in der letzten Gemeinderatssitzung diskutiert: In Rettigheim soll die Schönbornstraße ertüchtigt werden. Das beinhaltet die Sanierung und Neudimensionierung des in die Jahre gekommenen Kanals. Da der Kanal in offener Bauweise saniert werden muss, wird auch die Straße komplett saniert, da sie darüber hinaus nicht mehr im besten Zustand ist. Hier hätte die Chance bestanden, die Situation umzugestalten: Eine auch optische Verringerung der Fahrbahnbreite trägt zur Verkehrsberuhigung bei. Parkplätze am Straßenrand wären dennoch möglich. Und eine Entsiegelung würde einen Beitrag leisten, Starkregenereignisse und Hitzewellen zu managen.
Darüber hinaus kostet die Vollversiegelung 90.000 Euro mehr als die ökologisch sinnvollere Variante. Bei den knappen Kassen der Gemeinde halten wir die Entscheidung der Mehrheit des Rats für Geldverschwendung! In diesem Sinne argumentierte auch Marc Genter im Gemeinderat:
„Dass wir dringend den Kanalumbau brauchen, ist unbestritten und wurde ja auch im Kanalsanierungsplan festgelegt. Gerade die anhaltenden und ergiebigen Regenfälle der letzten Tage belegen das. Aufgrund des menschengemachten Klimawandels werden solche Starkregenereignisse zunehmen. Daher ist es notwendig, unsere Kanäle darauf vorzubereiten. Wir müssen ‚regentüchtig‘ werden, um das inzwischen geflügelte Wort des Verteidigungsministers abgewandelt anzuwenden. Die Anwohner wissen ein Lied davon zu singen, was es bedeutet, wenn die Abwasserkanäle nicht in der Lage sind, die Wassermassen vernünftig aufzunehmen und abzuleiten. Interessant wird nun, wie die Straße im Zuge des Kanalumbaus saniert bzw. umgebaut werden kann. Dies in einem Zug zu machen ist sinnvoll und im Angesicht des Zustands der Straße auch dringend geboten.
Uns liegen nun zwei Vorschläge vor. Der erste Vorschlag reduziert die versiegelte Fläche auf für ein Wohngebiet sinnvolles Maß. Außerdem ermöglicht er die Entsiegelung eines Streifens von ca. 2,50 m. Auch dadurch nehmen wir den Kampf gegen zukünftige Starkregenereignisse an, indem wir das Niederschlagswasser erstmal im Boden lassen und nicht sofort ableiten müssen. Ein bisschen ‚Schwammstadt‘ lässt grüßen. Außerdem ermöglicht die Entsiegelung den Aufbau von Öko-Punkten, die wir zur Kompensation anderer Maßnahmen brauchen und dann nicht teuer kaufen müssten. Beim ersten Vorschlag entfällt derzeit der separate Parkstreifen mit ca. 10 Stellplätzen. Die Verwaltung hat, wie berichtet, die direkten Anwohner auf die Parksituation angesprochen und deren Meinung eingeholt. Das ist vorbildlich. In diesem Gespräch wurden die Veranstaltungen einer Firma erwähnt, sowie die Veranstaltungen des örtlichen Tanzstudios und in unserer Turnhalle. Wir glauben, dass man hier bestimmt erreichen kann, dass die bereits heute vorhandenen Parkplätze sinnvoller genutzt werden können. Vielleicht kann das Tanzstudio am Wochenende Parkplätze der Betriebe mitnutzen, während unter der Woche Parkplätze des Tanzstudios durch die Firmen mitgenutzt werden können? Es kann nur bedingt Aufgabe der Gemeinde sein (zumindest in Zeiten sehr knapper Einnahmen!), alle diese Parkplätze vorzuhalten und zu bauen. Allerdings wurde im Juli auch mitgeteilt, dass anstelle der 10 Stellplätze auf dem separaten Parkstreifen auch Parken auf der Straße möglich sei. Ich erinnere mich, dass an der Straße ca. 8 Fahrzeuge Platz fänden. Aus unserer Sicht ist das eine gute Alternative, weil insbesondere auch eine Verkehrsberuhigung auf der Straße erreicht wird. Die Bedenken mit Problemen bei Ein- und Ausfahrten können durch eine sinnvolle Markierung und entsprechende Kontrollen des ruhenden Verkehrs entkräftet werden.
Schauen wir nun auf die entstehenden Investitionen: ca. 100.000 EUR mehr, würden wir im Fall des Vorschlags 2 investieren, für vermutlich zwei zusätzliche Parkplätze! Wir finden, dass dieses Geld besser investiert werden sollte! Bereits im Juli war die Präferenz der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen klar der erste Vorschlag. Auch durch die zusätzlichen Informationen durch das Anwohnergespräch hat sich unsere Ansicht nicht geändert. Daher werden wir dem Kanalumbau zustimmen, aber die Variante 2 des Straßenumbaus ablehnen.“
In der getrennten Abstimmung wurde dem Kanalumbau einstimmig zugestimmt. Die „Parkplatz-Variante“ lehnten unsere Vertreter im Gemeinderat ab, eine Aufwertung der Schönbornstraße wird damit aus unserer Sicht verpasst und Geld verprasst.
(Ralf Kau, B'90/Die Grünen)
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