
01.05.20 –
Der Beschluss der Bundeskanzlerin und Ministerpräsident/innen für eine vorsichtige Öffnung des gesellschaftlichen Lebens soll Risikogruppen weiter besonders schützen ohne aber „zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen”. Diese Abwägung ist wichtig, trifft aber auch auf eine andere Gruppe genauso zu: die Kinder & Jugendlichen.
Während es für die Abschluss- und Übergangs-Jahrgänge zumindest ein Plan-Datum für den Wiederbeginn des Schulbetriebs gibt, gilt für alle anderen nur das Prinzip Hoffnung. Für diese finden sich, neben der teilweise sehr knapp bemessenen Notbetreuung, bisher nur warme, bemitleidende Worte.
Dabei ist gerade bei Kindern und Jugendlichen der soziale Druck besonders groß. Und er verschärft sich je nach sozialer Lage, Wohnungsgröße, Geschwisteranzahl, möglichen Handicaps, technischer Ausstattung, der wirtschaftlichen Existenzangst der Eltern, etc.
Kinder und Jugendliche fehlt der Kontakt zu Freund*innen, ihren Vereinsaktivitäten und die Struktur welche Schulen und Kitas stellen. Kinder und Jugendliche, die ohnehin schon Gewalt in den Familien erfahren, leiden jetzt noch stärker – nun ist buchstäblich niemand mehr da, dem Blessuren und Verletzungen überhaupt auffallen können.
Deshalb ist es an der Zeit, auch Kindern und Jugendlichen wieder Raum für das soziale Leben und Lernen zu bieten. Es ist richtig, dass die Regierungschefs beschlossen haben, dass wir besonders gefährdeten Gruppen nicht isolieren. Derselbe Grundsatz muss aber eben auch für Kinder und Jugendliche gelten.
Nur zu sagen, Kitas und die Schule bleiben geschlossen, ist keine Antwort, sondern beschreibt vor allem eine Aufgabe. Es braucht kreative und neue Lösungen, um innerhalb der Vorgaben der Bundes- und Landespolitik die Isolation zu mindern.
Je länger der gewohnte Schulunterricht und Kindergartenbesuch ausgesetzt sind, desto wichtiger ist es, andere Formen der Begegnung und Anregung zu organisieren.
Einige unserer Ideen für die Kleinsten:
Ideen für Schüler*innen und Lehrkräfte:
Für alle Vorschläge muss natürlich das Infektionsgeschehen im Blick und die allgemeinen Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Das gilt speziell für Kinder und Erzieher*innen und Lehrer*innen, die selbst zu einer Risikogruppe gehören, sowie betroffene Angehörige im Haushalt.
Die aktuelle Situation zeigt auch, dass Schulen und Schüler mehr fachliche, technische und finanzielle Unterstützung im Bereich der Digitalisierung benötigen.
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2020 | Gemeinderat | Jugend | Schulen | Soziales & Vereine
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